Stärkere Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen ist der richtige Weg - Inhaltliche Neuausrichtung erforderlich
Die niedersächsischen Handwerkskammern begrüßen die Grundsatzentscheidung der Landesregierung, Haupt- und Realschulen künftig stärker zusammen arbeiten zu lassen. Der Vorsitzende der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen, Herr Peter Voss, machte heute deutlich, dass es zu dieser Entscheidung keine Alternative gebe. Der demographische Wandel führe bereits jetzt und verstärkt in den nächsten Jahren dazu, dass mehrere tausend Schüler weniger die niedersächsischen Haupt- und Realschulen verlassen werden. Zur Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs hätten die Handwerksbetriebe deshalb eingroßes Interesse daran, dass es zu einer verstärkten Zusammenarbeit der beiden Schulformen komme. Wichtig sei dabei aber insbesondere, dass es auch eine inhaltliche Neuausrichtung dieser Schulform gebe. Mit einer verstärkten Praxis- und Berufsorientierung seien an den Hauptschulen in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht worden. Diese müssten auch auf die Realschulen übertragen werden. Eine bloße Zusammenlegung allein helfe nicht weiter. Wenn die künftige Haupt- und Realschule zu einer „Schule der Berufsorientierung“ werde, dann werde dieser Weg von den Handwerkskammern voll unterstützt.