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Stärkung des Handwerks in der Wirtschafts- und Finanzkrise

- Sparkassenverband, Genossenschaftsverbände und die Landesvertretung
der Handwerkskammern Niedersachsen verständigen sich auf eine
gemeinsame Erklärung -

„Wir wollen mit der gemeinsamen Erklärung dem zentralen Engagement auf Bundesebene folgen und unsere besondere Verantwortung gegenüber dem Handwerk in unseren Regionen bekräftigen. Wir betreuen täglich Handwerker, um sie mit bedarfsgerechten Lösungen und maßgeschneiderten Finanzierungen durch die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise zu begleiten“, unterstreichen die Spitzenvertreter der Genossenschaftsverbände und des Sparkassenverbandes, Herr Verbandspräsident Michael Bockelmann, Herr Verbandsdirektor Rainer Backenköhler und Herr Präsident Thomas Mang anlässlich der Veröffentlichung der gemeinsamen Erklärung mit der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN) in Hannover. Das Handwerk in Niedersachsen sei mit seinen fast 82.000 Betrieben, 427.000 Beschäftigten und über 50.000 Auszubildenden ein zentraler Bereich der niedersächsischen Wirtschaft und habe sich als Stabilisator in der Krise erwiesen.

„Von einer grundsätzlichen Kreditklemme im Handwerk kann bis dato keine Rede sein“, betont Präsident Peter Voss, Vorsitzender der LHN.  Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind aufgrund ihrer regionalen Verbundenheit, ihrer Entscheidungskompetenz vor Ort und der häufig langjährigen Kundenbeziehungen wesentliche Ansprechpartner. Dieser enge Kontakt ist insbesondere in Zeiten der Krise für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung von besonderer Bedeutung. Nur, wer seine Kunden gut kennt und zeitnah informiert, ist in der Lage, schnell zu agieren. Im Rahmen der Erklärung wird von Seiten der Landesverbände der Sparkassen und Genossenschaftsbanken unter anderem befürwortet, dass eine Verbesserung der Refinanzierung bei der Konditionsgestaltung in Abhängigkeit einer durchzuführenden Risikoprüfung und Bonitätseinschätzung angemessen einfließt.

Es werde darauf ankommen, die Zusammenarbeit zwischen den Kammern und den Sparkassen und Genossenschaftsbanken vor Ort noch stärker zu verzahnen und das Handwerk auch durch regionale Aktivitäten zu unterstützen.

Die gemeinsame Erklärung umfasst insgesamt 5 Punkte:

  1. Sicherstellung angemessener Kreditvergabebedingungen im Rahmen von Basel II
  2. Anerkennung von fachlichen Qualifikationen, speziell des Meisterbriefes, im Rahmen der Bonitätsanalyse
  3. Anerkennung umfassender Beratung der Handwerksunternehmer/-innen und Existenzgründer/-innen
  4. Angemessene Konditionsfestsetzung im Rahmen der Kreditentscheidung
  5. Spezielle Maßnahmen in Zeiten der Krise

Der vollständige Text der Erklärung liegt dieser Pressemitteilung bei. Er kann zudem unter www.Handwerk-lhn.de abgerufen werden.

Hannover, 26. Februar 2010


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