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Konjunkturlokomotive Handwerk setzt Wachstumsfahrt fort

Geschäftsklimaindex auf Höchstniveau

Die Konjunktur im niedersächsischen Handwerk brummt wie lange nicht mehr! Der Geschäftsklimaindex klettert mit 69 Indexpunkten auf seinen seit Beginn der landesweiten Konjunkturerhebung Mitte der 90iger Jahre besten Wert. Der Konjunkturauftrieb erfasste zu Beginn des zweiten Halbjahres nahezu alle Handwerksbranchen und wurde auch landesweit in allen niedersächsischen Kammerbezirken spürbar. Über 90 % bewerten ihre Geschäftslage im Herbstquartal mit „gut“ oder „befriedigend“.

Angeführt wird die Konjunkturlokomotive im Handwerk von den Bau- und Ausbaugewerken. Volle Auftragsbücher und deutlich steigende Umsätze sorgten am Bau für einen heißen Herbst. Für die Wintermonate wird im Bauhauptgewerbe saisonbedingt zwar eine leichte Geschäftsberuhigung erwartet, im Ausbaugewerbe aber bleiben Auftrags- und Umsatzerwartungen weiterhin unter einem positiven Vorzeichen. Auch bei den industrienahen Dienstleistern, zu denen die Metallbauer, die Feinwerk- und Landmaschinenmechaniker, die Kälteanlagenbauer oder Gebäudereiniger zählen, ist von Krisenstimmung in den Herbstmonaten noch wenig spürbar. Sie rechnen für die kommenden Monate mit einer stabilen Auftragsentwicklung. Das verbrauchernahe Handwerk, speziell das Nahrungsmittelhandwerk, verzeichnete ebenfalls eine dynamische Aufwärtsentwicklung. Lediglich die Gesundheitshandwerke konnten vom Konjunkturauftrieb nicht profitieren. Sie bildeten das Schlusslicht im Konjunkturzug des niedersächsischen Handwerks.

Insgesamt meldete weit über die Hälfte der Betriebe eine Vollauslastung ihrer betrieblichen Kapazitäten von über 80 %. Vor diesem Hintergrund kam es im niedersächsischen Handwerk in den Herbstmonaten zu einem kräftigen Beschäftigtenzuwachs. Vermehrt begrenzte  allerdings der Facharbeitermangel die betriebliche Entwicklung. Für das kommende Quartal ist von einer bevorstehenden Konjunkturabkühlung im Handwerk gegenwärtig wenig erkennbar. Allenfalls eine Verlangsamung des Wachstums zeichnet sich ab.

Für das laufende Jahr wird die bereits im Sommer nach oben korrigierte Prognose für das niedersächsische Handwerk mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent bei den Beschäftigtenzahlen und 3,7 Prozent bei den Umsätzen aufrechterhalten.  Ende 2011 werden gemäß den internen Schätzungen über 500.000 Beschäftigte im Handwerk tätig sein. Die Umsätze werden mit 45, 8 Mrd. Euro eher vorsichtig prognostiziert. Sehr optimistische Stimmen gehen speziell mit Blick auf die Umsatzzahlen von einem Zuwachs von bis zu 5 Prozent aus. Je nach Verlauf des vierten Quartals ist somit bei dem Konjunkturindikator Umsatz noch Bewegung nach oben möglich.

Kennzahlen des niedersächsischen Handwerks:
Betriebe: 82.202 - Beschäftigte: 507.000*  -  Umsatz: 45,8 Mrd. Euro* (*Prognosedaten für das Jahr 2011)


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