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Auf einer Fachtagung vom 19. – 21. August in Bremen haben die Arbeitnehmervertreterinnen und –vertreter der Handwerkskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin eine nachhaltige Energiewende gefordert. Zusammen mit Referentinnen und Referenten des Instituts für Handwerksforschung an der Universität Göttingen, des Instituts für Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen und der Bremischen Evangelischen Kirche diskutierten die Handwerksvertreter drei Tage in der Handwerkskammer Bremen viele Fragen im Zusammenhang mit der Energiewende nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernkraft. Auch ein Besuch des inzwischen stillgelegten Kernkraftwerkes Unterweser gehörte zum Tagungsprogramm. Höhepunkt der Veranstaltung war ein Empfang bei Bürgermeister Jens Böhrnsen, der die Handwerksvertreterinnen und –vertreter zu einem einstündigen Gespräch und Rundgang durch das Rathaus empfangen hat. Die beiden Sprecher der Arbeitnehmergruppe, Vizepräsident Rolf Heise, LHN, und Vizepräses Rainer Schnaars, Handwerkskammer Bremen, zogen nach der Veranstaltung ein positives Fazit. Man sei sich darin einig, dass die Umsetzung der Energiewende über einen langen Zeitraum erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und den Ausbau der Netz- und Speicherinfrastruktur erfordere. Der geschätzte jährliche Investitionsbedarf liegt dafür bis 2020 bei ca. 25. Mrd. Euro. Die Tagung habe deutlich gemacht, so Heise und Schnaars, dass das Handwerk für die Umsetzung der Energiewende unverzichtbar sei. Allerdings seien dafür glaubwürdige politische Weichenstellungen erforderlich. Dazu gehörten verlässliche Rahmenbedingungen für Gebäudeeigentümer und Betrieb, sowie die Verstetigung der Förder- und Anreizprogramme. U. a. forderten die Vizepräsidenten eine deutliche Aufstockung der Fördermittel für die Energetische Gebäudesanierung über die vorgesehenen 1,5 Mrd. Euro hinaus. Auf Unverständnis stößt bei den Handwerksvertretern die Tatsache, dass sich Bund- und Länder bisher nicht auf ein Gesamtkonzept für die steuerliche Sonderabschreibung für die energetische Gebäudesanierung geeinigt haben. Die Energiewende ist ohne Alternative und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dieser dürfen sich auch die Bundeländer nicht entziehen und müssen einen eigenen finanziellen Beitrag dazu leisten.
Hannover, 22. August 2011 |