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LHN-Besuch in der IGS Roderbruch – und dem Lernbetrieb „TALEB“

Vertreterinnen und Vertreter des niedersächsischen Handwerks hatte am vergangenen Mittwoch (13. Juni 2018) die Möglichkeit, Berufsorientierung in der IGS-Roderbruch life zu erleben. Der Lernbetrieb „TALEB" organisierte in der Berufsorientierungswoche der Sekundarstufe I einen fiktiven Betrieb. Diesen Betrieb mussten die Schüler selbstorganisiert führen und mit all seinen Abteilungen vom Empfang bis zum Qualitätsmanagement der hergestellten Produkte (Brettspiele) zum Laufen bringen.
„Eine umfassende Berufsorientierung (BO) ist von großer Bedeutung. Es ist wesentlich, jungen Menschen möglichst früh und umfassend Lebens- und berufliche Erfahrungswelten nahezubringen", machten auch Dr. Hildegard Sander Hauptgeschäftsführerin der LHN und Dr. Carl-Michael Vogt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover im Gespräch mit der Schulleitung deutlich. Mangelnde berufliche Orientierung führt zu hohen Abbruchquoten bei Studienanfängern und Auszubildenden. Sie schafft Frust und verschärft das Problem des Fachkräftemangels insgesamt. Deshalb werden alle Aktivitäten zur Berufsorientierung begrüßt. Der Besuch in der IGS-Roderbruch und jungen Menschen über das Konzept des Lernbetriebes „TALEB" im Erleben der Berufswelt über die Schulter zu schauen gab einen guten Einblick in das weite Feld praktischer Berufsorientierung gegeben.


Die Schülerinnen und Schüler bekamen die Möglichkeit in verschiedenen, nachgebildeten Betriebsabteilungen die Abläufe und die Erfordernisse eines laufenden Betriebsalltages kennenzulernen. Mithilfe des Lernbetriebs machten viel von ihnen erstmals Erfahrungen im Umgang mit Aufträgen, interner und externere Betriebskommunikation sowie administrativen und operativen Abläufen in einem Betrieb. Diese Erfahrungen möglichst früh zu machen, ist wichtig.
Eine duale Berufsausbildung ist für viele Schülerinnen und Schüler die bessere Wahl, ohne den Umweg über ein abgebrochenes Studium zu machen. An deutschen Hochschulen bricht fast jeder Dritte in der Frühphase sein Studium ab und muss sich neu orientieren. Die hohen Abbruchquoten im Rahmen der akademischen Bildungsgänge und auch der dualen Ausbildung weisen eindeutig auf einen bislang unzureichenden Orientierungsprozess in der Schule hin. Die Wirtschaft und speziell auch das Handwerk sind von einer nicht ausreichenden Berufsorientierung direkt betroffen.


„Wir freuen uns daher über alle Bemühungen, Schülerinnen und Schülern die Arbeitswelt und Betriebsabläufe über eine intensive Berufsorientierung nahe zu bringen. Das Handwerk leistet hierbei bereits viel Unterstützung und wird dies auch weiterhin tun," so Dr. Sander bei der Verabschiedung zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Projektes Lernbetrieb „TALEB" und ggü. den Lehrkräften der IGS-Roderbruch.