18 Mio. Euro im Aktionsplan Duale Ausbildung des niedersächsischen Kultusministeriums stehen bereit

Antragstellung bei der NBank jetzt möglich

„Die Duale Ausbildung im Handwerk ist eine Chance für junge Menschen – auch in Corona-Zeiten. Das hat sich seit Beginn der Pandemie in vielen Lebensbereichen eindrucksvoll gezeigt. Das Handwerk ist systemrelevant und systemtragend. Die Betriebe konnten in vielen Bereichen auch während des Lock-Downs weiterarbeiten", betont Karl-Wilhelm Steinmann mit der Veröffentlichung des Ausbildungsaktionsplans.

Es ist aus Sicht des Handwerks wichtig, die Motivation zur Ausbildung weiter zu fördern und damit auch für die Zeit nach der Pandemie die Herausforderungen des hohen Fachkräftebedarfs nicht aus dem Auge zu verlieren. Das Land hat neben den Programmen des Bundes mit dem Aktionsplan Ausbildung und den vier Förderrichtlinien ein richtiges und wichtiges Signal für die duale Ausbildung gesetzt. Hiermit werden die Betriebe bei den Ausbildungskosten zum einen entlastet und zum anderen aktiv bei der Steigerung ihrer Ausbildungsleistung gefördert." Drei der vier Förderungen können aktiv durch den Betrieb oder den Auszubildenden beantragt werden. Die vierte Förderung entlastet die Betriebe direkt von den Kosten der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU).

„Das ist eine echte Anerkennung der Leistung der Betriebe, um jungen Menschen – auch in der Krise – eine Perspektive für ihr berufliches Leben zu geben. Das Handwerk und seine Ausbildungsbetriebe zeigen sich auch in diesen Zeiten als insgesamt robuster Wirtschaftsbereich und zentraler Partner", macht Dr. Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen, deutlich.

Die Beantragung der Förderungen ist unkompliziert gestaltet und verspricht so eine schnelle Auszahlung der Gelder über die NBank. Dies ist ein weiterer Aspekt der hier positiv hervorzuheben ist. Das niedersächsische Kultusministerium hat mit dem Aktionsplan Ausbildung und dessen Umsetzung zur richtigen Zeit ein sichtbares Signal für den hohen Wert der Dualen Ausbildung in Niedersachsen gesetzt.

„Es freut uns umso mehr, dass die Förderungen des Aktionsplans Ausbildung – die immerhin insgesamt mit 18 Mio. Euro hinterlegt sind – seit gestern bei der NBank beantragt werden können. Dieses Angebot sollte unbedingt genutzt werden, um auch trotz der Beschränkungen kontinuierlich die Qualifizierung von Fachkräften sicherzustellen", betont Sander.

Interessierte Ausbildungsbetriebe, die Förderungen des Landes in Anspruch nehmen wollen, finden die entscheidenden Informationen auf der Seite der NBank sowie nachstehend nochmals kurz zusammengefasst.

Zu den Förderrichtlinien und ihren Voraussetzungen:

Mobilitätsprämie für Auszubildende: Einmalige Prämie in Höhe von 500 Euro

  • Auszubildende, die im Jahr 2020 oder 2021 eine Ausbildung beginnen und deren Probezeit bereits abgelaufen ist
  • Wohnung und Ausbildungsstätte liegen 45 km auseinander bzw. Fahrzeit mit dem ÖPNV zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte beträgt mindestens eine Stunde

https://www.nbank.de/Privatpersonen/Ausbildung-Qualifikation/Mobilit%C3%A4tspr%C3%A4mie-Auszubildende/index.jsp

Entlastung Ausbildungsbetriebe:

  • Prämie in Höhe von 500 Euro bzw. 1000 Euro
  • Für Unternehmen mit Ausbildungsstätte in Niedersachsen
  • Verlängerung oder zusätzliche Schaffung von Ausbildungsverträgen

https://www.nbank.de/Unternehmen/Ausbildung-Qualifikation/Entlastung-Ausbildungsbetriebe/index.jsp

Einstellung und Übernahme von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben (Insolvenzazubis)

  • Fortführung der Ausbildung von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben
  • (oder pandemiebedingt beendeter Ausbildungsvertrag)
  • Förderung maximal 50% der förderfähigen Ausgaben im Gebiet „Stärker entwickelte Region (SER)" und maximal 60% der förderfähigen Ausgaben im Gebiet „Übergangsregion (ÜR)"
  • Betriebs-/Ausbildungsstätte in Niedersachsen
  • Vertragslaufzeit von mindestens sechs Monaten

https://www.nbank.de/Unternehmen/Ausbildung-Qualifikation/F%C3%B6rderung-der-%C3%9Cbernahme-von-Insolvenzauszubildenden/index.jsp

Hannover, 13. November 2020