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Arbeitgeberattraktivität und Fachkräftesicherung im Handwerk

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Spitzentreffen der Arbeitnehmer-Vizepräsidentinnen und -präsidenten der norddeutschen Handwerkskammern in Aurich


Foto HWK f. Ostfriesland: Die Gesellen-Vizepräsidentinnen und -präsidenten gemeinsam mit der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen und dem Ökumenischen Landesarbeitskreis Handwerk und Kirchen.
Foto HWK f. Ostfriesland: Die Gesellen-Vizepräsidentinnen und -präsidenten gemeinsam mit der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen und dem Ökumenischen Landesarbeitskreis Handwerk und Kirchen.

Hannover, 1. September 2026


Unter dem Arbeitstitel: „Vom Segen der Erfahrung und dem Mut zum Morgen“ greifen die Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter eines der zentralen Zukunftsthemen für das Handwerk im Rahmen ihrer traditionellen dreitägigen Studientagung am letzten Augustwochenende auf. Stephanie Wlodarski begrüßt in ihrer Funktion als Vorstandsmitglied der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen e.V. (LHN) ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten norddeutschen Raum und weist zunächst auf die erfreuliche Entwicklung der Ausbildungszahlen und die robuste Wirtschaftslage im Handwerk hin. „Mit Blick auf die sich weiter verschärfende, demographische Entwicklung und den damit verbundenen Herausforderungen besteht allerdings eine große Aufgabe darin, die Arbeitsfähigkeit und -freude der Mitarbeitenden während des gesamten Erwerbslebens zu sichern“.

 

„Im Handwerk wird mit unterschiedlichen Generationen und unterschiedlicher Herkunft eng in einem Team zusammengearbeitet. Es ist aus diesem Grund wichtig, das Thema der Fachkräftesicherung und ihrer -entwicklung aus unterschiedlicher Perspektive zu beleuchten“, betonen Jörg Klein, Arbeitnehmervizepräsident, und Albert Lienemann, Präsident, der Handwerkskammer für Ostfriesland, in ihrer Begrüßung einvernehmlich. „Sowohl für die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmerseite ist das Wohl der Mitarbeitenden von großer Bedeutung, nicht allein aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch aufgrund der großen familiären Nähe im Handwerk.“

 

In mehreren Fachvorträgen befassten sich die Spitzenvertretungen der Arbeitnehmerseite mit Themen der alternsgerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen, den Entlastungsmöglichkeiten durch KI, gesundheitserhaltenden Maßnahmen im Berufsalltag und den verschiedensten Vermittlungshemmnissen am Arbeitsmarkt bis hin zu einem gelingenden Wissenstransfer zwischen den Generationen im laufenden Betrieb und bei Ausscheiden erfahrener Kolleginnen und Kollegen. Ein großer Dank geht an die Referentinnen und Referenten Andrea Hunsche von der IKK Classic für die Krankenkassen, Tobias Berens vom Verein für Forschung, Beratung und Qualifizierung zur menschengerechten Gestaltung von Arbeit, Daniela Ringenaldus von der Arbeitsagentur Emden-Leer sowie Frank Waterstraat als Handwerkspastor für die kirchliche Betriebsseelsorge.

 

„Die Herausforderungen einer sich schnell wandelnden Arbeitswelt sind groß“, betont Stephanie Wlodarski. „Die Vorträge und die sehr intensive Diskussion machen deutlich, dass sich die Betriebe gemeinsam mit den Mitarbeitenden den sehr dynamischen Veränderungen stellen müssen - auch mit der Unterstützung dritter Stellen. Das gemeinsame Arbeiten an einer Verbesserung stärkt nicht nur die Zufriedenheit im Team, sondern auch die Optimierung der innerbetrieblichen Prozesse in den Betrieben, eine WIN-WIN-Situation“, betont die Spitzenvertreterin.

 

Den Austausch nutzte der Pastor für die Arbeitswelt Frank Waterstraat von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, um sich vorzustellen. Er hatte das Amt im vergangenen Herbst von Hille de Maeyer übernommen und bereitet nun in Zukunft gemeinsam mit Dr. Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin der LHN, diese gemeinsame Jahrestagung von Handwerk und Kirche vor. In der diesjährigen Studientagung überbrachte am ersten Tag Sabine Schiermeyer, Regionalbischöfin des Sprengels Ostfriesland der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover ihre Grußworte. Am zweiten Tag führte Helge Preising, Pastor und stellvertretender Superintendent aus Aurich, in die Tagung ein. „Der enge Schulterschluss zwischen Handwerk und Kirche macht das Wertefundament deutlich“, zeigten sich Sander und Waterstraat am Ende der Tagung mit den Arbeitsergebnissen sehr zufrieden.

 
 

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