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Wissenschaft trifft Praxis in Lüneburg unter dem Motto: Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

vor 12 Stunden
2 Min. Lesezeit

Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen und Handwerkskammern tauschen sich aus im Technologiezentrum des Handwerks


Foto (c) Dr. Hildegard Sander
Foto (c) Dr. Hildegard Sander

Hannover, 22. September 2026

 

Nachhaltige Technologien wie Photovoltaik, Windenergie und Wasserstoff gewinnen immer weiter an Bedeutung. Sie verändern Arbeitsprozesse und Qualifikationsanforderungen“

Mit diesen Worten führt die Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN), Dr. Hildegard Sander gemeinsam mit Prof. Joachim Schachtner, Staatssekretär im niedersächsischen Wissenschaftsministerium, ein.


Die Handwerkskammern bieten mit ihrer Landesinitiative Handwerksbetrieben aus ganz Niedersachsen die Möglichkeit, ihre betrieblichen Prozesse im Sinne einer starken Nachhaltigkeit zu optimieren. Betriebe, die Maßnahmen im Bereich der ökonomischen, ökologischen und soziale Nachhaltigkeit entwickeln, können sich der Initiative nach eingehender Prüfung durch eine Expertenjury anschließen, betont Sander im Rahmen der Vorstellung des Engagements der Handwerkskammern.


Lernfabrik für nachhaltige Technogien

Speziell die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade hat schon früh wichtige Impulse gesetzt und war ein wesentlicher Treiber der Initiative. Im Rahmen ihres Projekts "Lernfabrik für nachhaltige Technogien" entwickelt die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade aktuell gemeinsam mit dem Frauenhofer-Institut und der TU Braunschweig zudem eine neues Weiterbildungskonzept für nachhaltige Technologien. Der Fokus liegt auf Wasserstoff und Lithium-Ionen-Batteriesystemen. In der Lernfabrik werden typische betriebliche Situationen abgebildet, so dass Teilnehmende neue Technologien praktisch erleben und anwenden.


Dieses trifft auf große Wertschätzung des politischen Spitzenvertreters aus dem Wissenschaftsministerium. Schachtner stellt anhand verschiedener Aktivitäten der Hochschulen ihr Nachhaltigkeitsengagement vor.

„Die Universität Lüneburg hat beim Thema Nachhaltigkeit früh eine klare wissenschaftliche Ausrichtung vorgenommen.“

Aus diesem Grund macht Prof. Jacob Hörisch in seinem Vortrag deutlich, wie aktuelle Ansätze für den wissenschaftlichen Nachhaltigkeitstransfer in KMU aussehen können. Als auch bundesweit erste Fakultät für Nachhaltigkeit beschäftigt sich die Leuphana bereits seit mehr als 15 Jahren mit diesem Thema. Der Austausch von Hochschulen und Bildungszentren der Handwerkskammern vor Ort spielt eine ganz wesentliche Rolle einerseits bei der Breitensensibilisierung für die Chancen von mehr Nachhaltigkeit und andererseits bei der Entwicklung innovativer Nischen.

 

Niedersachsen hat optimale Voraussetzungen als Wasserstoffland Nummer Eins

Einen speziellen Fokus legt Dr. Alexander Bedrunka von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) auf die Frage, welche Rolle Wasserstoff im Rahmen der Energiewende spielt und inwieweit er auch im Handwerk zum Einsatz kommen kann. Aktuell bremsen hohe Kosten und begrenzte Verfügbarkeit den Aufbau von Elektrolyseleistungen aus. Wasserstoff birgt aber ein großes Potenzial, um fossile Energieträger zunehmend zu ersetzen. Er kann zur Langzeitspeicherung von Erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Niedersachsen hat optimale Voraussetzungen als Wasserstoffland Nummer Eins. In der Diskussion wird beleuchtet, ob diese Technologie auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten im Handwerk Perspektive hat.


Innovative Lernkonzepte und aktuelle technische Ausstattung im Werkstattzentrum für die überbetriebliche Ausbildung

Bei der Besichtigung des neuen Werkstattzentrums der Handwerkskammer für die überbetriebliche Ausbildung (ÜLU) im Kfz-Bereich wird deutlich, wie moderne Ausbildung heute aussehen muss. Nur mit innovativen Lernkonzepten und aktueller technischer Ausstattung lassen sich die Zukunftstechnologien entwickeln und junge Menschen für eine Ausbildung begeistern, lobt Staatssekretär Schachtner den Ausbildungsstandort und plädiert für eine weiterhin enge Kooperation der zentralen Bildungssäulen der Wissenschaft und der Praxis.


Der Arbeitskreis „Hochschule und Handwerk“ trifft sich zweimal im Jahr und macht sich neben dem fachlichen Austausch auch ein Bild vor Ort, abwechselnd in einer nieder­sächsischen Hochschule und in einer Handwerkskammer. Der Arbeitskreis besteht bereits seit über 20 Jahren aus Hochschul- und Handwerkskammervertreter*innen und gilt als ein wesentliches Bindeglied im Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. 


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Eindrücke der Veranstaltung


 
 

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